Schmelzpunkt – Die Erlebniswelt rund um die Gießereitechnik


Auf „schmelzpunkt“ finden Technikbegeisterte immer etwas Interessantes. Wir blicken hinter die Kulissen einer faszinierenden Industriebranche, die auf über 5000 Jahre Erfahrung zurückblickt. Gemeinsam entdecken wir, wie aus Metall im Urformverfahren High-Tech-Produkte entstehen und wo wir sie im Alltag wiederfinden.

Schmelzpunkt gibt es auch für die Ohren. In unserem Podcast gehen wir auf eine akustische Entdeckungsreise in der Welt des flüssigen Metalls. Dabei geht es aber nicht nur um die Technik und Maschinen – sondern wie Guss unseren Alltag beeinflusst. Da Guss meistens unsichtbar ist, machen wir in hör- und erlebbar. Wer keine Folge vom schmelzpunkt-Podcast verpassen möchte, kann ihn jederzeit unter diesem Link abonnieren.

3D-DRUCK

Lust auf eine High-Tech-Werkstatt? 
Im FabLab werden Ideen Wirklichkeit:

In Gießereien entstehen täglich zahllose innovative Bauteile, die ohne dieses Urformverfahren niemals möglich wären. Aber die Anforderungen wachsen stetig, denn die Produkte werden immer komplexer und leichter. Möglich wird dies u. a. durch neue 3D-Technologien von der Konstruktion – also der Idee des Bauteils – bis zum Prototypen im 3D-Drucker. Das Ganze nennt sich dann „Additive Fertigung“. Hierbei ist viel Erfahrung gefragt, die man sich z. B. in einem FabLab aneignen kann.

Der Ursprung kam aus den USA
Wissen Sie, wie man selber einen 3D-Scanner oder einen 3D-Drucker baut und anschließend Bauteile druckt? Nicht? Im FabLab können Sie es lernen. An der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort hat das FabLab im Jahr 2015 seine Tore geöffnet. Die Idee kommt ursprünglich aus den USA, genauer vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). Das MIT entwickelte ein Konzept, dessen Ziel es ist, Schüler, Studierende, Gründer und Unternehmen mit modernen Fertigungstechnologien vertraut zu machen. Über die Jahre ist ein internationales Netzwerk aus FabLabs entstanden, das jetzt schon über 1100 Standorte auf der ganzen Welt umfasst.

In Kamp-Lintfort bieten die 500 m² Fläche nicht nur genügend Platz, sondern hier gibt es auch die nötigen Maschinen, um eigene Ideen Realität werden zu lassen. Es finden sich beispielsweise verschiedenste Typen von 3D-Druckern, vom Einsteigergerät bis zum industriellen Hochleistungsdrucker, ein Laserschneidegerät, professionelle Lötstationen und eine gemütliche Couchlandschaft, um sich nach der Arbeit auszuruhen oder mit Freunden das Projekt zu besprechen. Teamwork wird hier großgeschrieben, denn nur in Zusammenarbeit können richtig tolle Dinge entstehen – genauso ist es später im Berufsleben! Hier lernt man die Grundstruktur eines 3D-Druckers oder 3D-Scanners, ebenso wie die Funktionsweise von Schrittmotoren oder Elektronikbauteilen und deren Software-Ansteuerung kennen. Hört sich schwierig an? Ist es aber gar nicht! Im FabLab wird Ihnen alles Stück für Stück beigebracht, bis der eigene 3D-Drucker in Betrieb genommen werden kann. Mit dem eigenen Drucker kann es dann losgehen, und dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. In Kamp-Lintfort entstehen selbstgebaute Drohnen, Prototypen von Smart Clothes, also innovativen Kleidungsstücken mit integrierter Elektronik, Möbelstücke, Roboter und theoretisch sogar ganze Häuser. Ist man nach der ganzen Kreativität hungrig geworden, wird das Essen auch direkt ausgedruckt. Hört sich lustig an, aber im Kühlschrank des FabLabs sind die Experimente aus Marzipan und Nutella wiederzufinden. Guten Appetit!

Aber welche Anwendung finden 3D-Drucker in Gießereien? Hier gibt es viele Möglichkeiten, die für die Unternehmen interessant sind. Mithilfe eines 3D-Druckers können beispielsweise kostengünstig Einzelteile oder Kleinserien hergestellt werden. In einem Video können Sie sich den gesamten Prozess von der Gießsimulation über die Konstruktion der Gussform sowie der Kerne und den Druckprozess im Industriemaßstab bis zum fertigen Bauteil ansehen.

WAS IST ADDITIVE FERTIGUNG?

Bei diesem Prozess entstehen auf Basis von 3D-Konstruktionsdaten Teile, die schichtweise aufgebaut werden. Immer häufiger wird der Begriff „3D-Druck“ als Synonym für die Additive Fertigung genutzt. Der Begriff steht aber mehr für die Beschreibung, dass es hierbei um professionelle Produktionsverfahren geht – und davon gibt es gleich mehrere. Angewendet werden die Verfahren u. a. im Rapid Prototyping – d. h. dem Bau von Anschauungs- und Funktionsprototypen. Aber auch in modernen Gießereien ist die Additive Fertigung bereits Alltag, ob im Modellbau oder in der Fertigung. Überall wird Knowhow für dieses Verfahren benötigt.

FOTOS: CHRISTIAN THIEME


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