Im Rahmen des Ostdeutschen Gießereitages des BDG-Landesverbandes Ost, der jährlich in Chemnitz stattfindet, diskutierte gestern der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer mit den anwesenden Vertretern ostdeutscher Gießereien.

Zu Beginn der Veranstaltung berichtete der Vorsitzende des BDG-Landesverbandes Ost, Mario Mackowiak, über die aktuelle Konjunktur der Gießerei-Industrie. Mit rund 1,8 Mrd. € Umsatz und ca. 11.000 Beschäftigten in 120 Betrieben hat die Gießerei-Industrie einen bedeutenden Stellenwert in den ostdeutschen Bundesländern.

Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche steht in einem besonders intensiven internationalen Wettbewerb. Zahlreiche politische und administrative Entscheidungen und Auflagen beeinflussen die Handlungsmöglichkeiten der Gießer. Mackowiak beschrieb einige der derzeitigen Schwerpunktthemen, welche die anwesenden Gießer in ihrer täglichen Arbeit beschäftigen.

Ministerpräsident Kretschmer betonte vor seinem Vortrag, dass er die lösungsorientierte Kritik und Problemdarstellung der Gießer sehr schätze und ging dann insbesondere ein auf die 

  • Energiepolitik und dabei besonders auf die Kohlekommission sowie dem Bekenntnis zur Aufrechterhaltung der Braunkohleverstromung, 
  • Deponiesituation in den Regionen sowie 
  • Genehmigungsverfahren und deren verwaltungstechnischen Besonderheiten. 

Dabei stellte er auch den Stellenwert der Gießerei-Industrie nicht nur für die Region Chemnitz heraus.

Besonders interessant für die rund 30 anwesenden Vertreter aus ostdeutschen Gießereien und der technischen Universität Bergakademie Freiberg waren seine Bemerkungen über das geplante
Programm zur Anwerbung osteuropäischer Fachkräfte für die sächsische Industrie in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit.

In der anschließenden Diskussion mit Kretschmer wurde deutlich, dass das Fehlen von Fachkräften die Interessenlage der meisten ostdeutschen Gießereien trifft. Fehlendes Fachpersonal behindert
gegenwärtig den Wachstumsprozess der mittelständischen Betriebe.

Kretschmer betonte, dass er mit diesem Programm aktiv zur Lösung des Problems beitragen möchte. Er appellierte auch an die Schulen und Bildungsträger, sich weiter zu öffnen und den Kontakt zur
Industrie zu suchen bzw. zu verstärken.

Die deutsche Gießerei-Industrie in Zahlen: Der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) vertritt die Interessen von rund 600 Eisen-, Stahl- und Nichteisen-Metallgießereien mit ca.
80.000 Mitarbeitern. Die Gießerei-Industrie ist überwiegend mittelständisch strukturiert. Der BDG arbeitet eng mit dem technisch-wissenschaftlichen Verein Deutscher Giessereifachleute (VDG), der
Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) und der Forschungsvereinigung Gießereitechnik (FVG) zusammen.

FOTO: BDG/Rölke

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