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Gießen ist ein Urformverfahren

Die Technik des Metallgießens wird bereits seit mehr als 5000 Jahren genutzt, um Bauteile mit geometrisch bestimmter Form zu fertigen. Schon immer wurden hochanspruchsvolle Bauteile aus metallischen Werkstoffen mit komplexen Geometrien auf modernsten Anlagen gefertigt.

Da beim Gießen die Geometrie des Werkstücks aus einem zunächst flüssigen Material geschaffen wird, das erst durch die Erstarrung zu einem Gussteil, also einem festen Körper, wird, zählt das Fertigungsverfahren Gießen zu den Urformverfahren.

Nachdem zumeist eine dreidimensionale Konstruktion des Gussteils erstellt wurde, wird ein sogenanntes Modell gefertigt. Mit Hilfe dieses Modells werden dann die Formen hergestellt. Hier unterscheidet man in Dauerformen, die aus metallischem Material sind und für eine hohe Anzahl an Gießvorgängen eingesetzt werden können, und verlorenen Formen, die aus gebundenem Sand hergestellt werden und nur für einen Abguss genutzt werden können. Die Sandform wird zumeist von einem Formkasten zusammengehalten und enthält den auszugießenden Hohlraum, der die Außenkontur des zukünftigen Gussteils darstellt. Die Hohlräume im Inneren eines Gussstücks werden durch Kerne abgebildet, die in die Form eingelegt werden.

Schwerkraftgießen und Druckgießen
Es gibt mehrere Gießverfahren. Grundsätzlich unterscheiden kann man zwischen Schwerkraft-Gießverfahren, bei denen flüssiges Metall von oben in eine Form gefüllt wird und Druckgieß-Verfahren, bei dem das Gießmaterial mechanisch in eine Form gepresst/geschossen wird.

Sandgießen und Kernherstellung
Auch bei der Form- und Kernherstellung gibt es unterschiedliche Verfahren, die sich grundsätzlich durch die "physikalische" oder "chemische" Bindung der Formstoffe unterscheiden.

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